Als wäre es nicht schon schlimm genug, wenn man nur unter „normalem“ Fernweh leidet. Wenn der Drang nach Wissen über die verschiedenen Kulturen der Welt so groß ist, das man ununterbrochen reisen möchte. Was, wenn das Fernweh jedoch bis zu den Sternen reicht?

So hilft Science-Fiction gegen Fernweh

Wenn du ein Flugzeug am Himmel siehst, denkst du dann auch darüber nach, wohin es wohl fliegen mag. Etwa in ein von mir bisher unbereistes Land oder gar eine Region, in der ich bereits gewesen bin, in der ich unvergessliche Momente erlebt, Freundschaften geschlossen und unbezahlbare Erfahrungen gesammelt habe.

Was genau ist Fernweh eigentlich?

Fernweh ist eine Suchtkrankheit, die, ist man ihr erst einmal erlegen, unheilbar ist. Fremde Kulturen hautnah erleben heißt, neue Menschen und deren Lebensweise kennenzulernen und zu verstehen. Es bedeutet, seinen optischen und olfaktorischen Sinn mit immer neuen und unvergesslichen Reizen zu überfluten. Man lernt neue Traditionen und Bräuche kennen, ebenso wie die Literatur und Musik der jeweiligen bereisten Region. Man bildet sich also stetig weiter und wächst mit jeder Reise, denn reisen ist eine persönliche Erfahrung, die uns verändert und für immer prägt.

„Gegen Fernweh hilft mir die Flucht in fremde Welten“

Unter Fernweh leiden, heißt diesen Durst nach immer neuen Eindrücken und Erfahrungen stillen zu wollen, indem man sich an dem wahnsinnigen Facettenreichtum unserer Erde satt trinkt. Leider erlaubt es der Alltag vielen Menschen nicht, sei es aus zeitlichen, familiären, gesundheitlichen oder finanziellen Gründen, ständig auf Reisen zu gehen, egal wie qualvoll das Fernweh auch ist.

Fernweh, das so grenzenlos ist wie der Weltraum…

Noch viel qualvoller ist das Fernweh, wenn man weiß, dass man sein Reiseziel niemals erreichen wird, aus dem einfachen Grund, dass es eben mal mehrere Tausende oder sogar Millionen Lichtjahre entfernt ist. Was, wenn das Fernweh noch weit über die Milchstraße hinaus geht?

Bereits als kleines Mädchen war ich zutiefst vom nächtlichen Sternenhimmel fasziniert und habe mich gefragt, was es wohl da draußen, in diesen unendlichen Weiten des Weltraums alles zu entdecken gibt. Außer der Milchstraße gibt es so viele, weit entfernte Galaxien mit unzähligen anderen Planeten, über die wir kaum etwas wissen. Gibt es auf anderen Planeten vielleicht auch intelligentes Leben, so wie auf der Erde, reich an unterschiedlichen Kulturen? Warum nicht? Wer sind wir, zu glauben oder sogar zu behaupten, wir wären die einzigen intelligenten Lebensformen in diesem riesigen All? Nur weil wir keine Beweise für diese Lebensformen haben, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt. Selbst wenn nicht, birgt der Weltraum immer noch zahlreiche andere spektakuläre Sehenswürdigkeiten.

„Wäre es nicht fantastisch, wenn man den Weltraum bereisen könnte?“

Leider gibt es da ein Problem. Es gibt keine Möglichkeit, jedenfalls nicht bis heute und wohl auch noch nicht in naher Zukunft, diese „Reiseziele“ jemals zu erreichen. Da hilft alles nichts. Die Wissenschaft hat es bisher noch nicht fertiggebracht den FTL-Drive, Worp-Antrieb oder das Beamen anzuwenden. Auch ein Stargate ist auf der Erde noch nicht aufgetaucht, nun ja, soweit wir wissen ;-). Selbst die Erfahrung unseren Heimatplaneten einmal vom Weltall aus zu sehen bleibt nur wenigen Menschen vorbehalten. Wahrscheinlich wäre ich meinem Ziel ein kleines Stück näher, wenn ich Astronaut geworden wäre. Dazu fehlen mir jedoch leider die Qualifikationen.

Wie geht man also mit dieser Art des Fernwehs um? Es steht fest, wir können das Weltall nicht bereisen, werden niemals andere Galaxien durchqueren, anderen Planeten, Sonnen oder Monden nahe kommen oder können ein Erinnerungsfoto von einem Nebel machen. Sicher, es gibt genügend Aufzeichnung von den einzelnen Himmelskörpern, aber die haben wir nicht selber gemacht. Die persönliche Erfahrung fehlt uns in diesem Zusammenhang einfach. Ebenso wenig werden wir in naher Zukunft nicht erfahren, ob es Lebewesen auf anderen Planeten gibt.

So habe ich meine Liebe zum Science-Fiction entdeckt…

Aufgrund dieser Tatsachen fühle ich mich persönlich sehr zu Science-Fiction Werken hingezogen, denn sie zeigen mir, das noch andere Menschen so denken wie ich. Warum sonst kreieren Menschen Literatur, Kunst und Medien, in denen es um außerirdische Lebensformen geht, um das Reisen ins All. Es gibt zahlreiche Bücher, die sich mit diesem Thema befassen, allen voran Jules Vernes „Von der Erde zum Mond“ (1865) oder Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ (1979). Diese Bücher sind hervorragende Quellen, um das Fernweh nach den Sternen etwas zu lindern.

Noch beeindruckender finde ich jedoch die TV-Serien und Filmproduktionen, die über die Jahre gedreht wurden. So reist beispielsweise das SG-1 Team in der Serie Stargate SG-1 durch das sogenannte Sternentor zu anderen Welten und entdeckt auf ihren Einsätzen eine Vielzahl verschiedener Kulturen. Auch in Serien wie StarTrek: Voyager, StarTrek: The Next Generation oder Farscape gibt es ständig Begegnungen mit anderen Lebensformen, während sie mit ihren Raumschiffen durch das Weltall fliegen. Dies ist, zugegebenermaßen, nicht immer ganz ungefährlich, aber was ist heute tatsächlich noch wirklich ungefährlich. Für manche Träume muss man eben einige Risiken eingehen. Wie lautet doch gleich noch das Sprichwort? Ach ja:

“Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!”

Eine Serie, die mich ganz besonders in ihren Bann gezogen hat, ist die britische BBC Serie Doctor Who. In den Hauptrollen sind ein ziemlich exzentrischer humanoider Außerirdischer, der Doctor und seine blaue Box, die TARDIS, die sich nicht nur als Raumschiff, sondern zugleich als Zeitmaschine entpuppt.

Gelangweilt vom Alltag auf seinem Heimatplaneten Gallifrey, ist auch der Doctor dem Fernweh erlegen und stiehlt kurzerhand die TARDIS aus einem Museum, um das Weltall zu erkunden. Die Erde stellt sich schließlich als Lieblingsplanet des Doctors heraus, auch wenn die Erdbewohner ihn immer wieder aufs Neue mit ihrer Ignoranz und Engstirnigkeit enttäuschen. Seit Beginn der Serie im Jahr 1963 macht der Doctor dort jedoch erneute Bekanntschaften und nimmt diese als Reisebegleiter mit in der TARDIS. Er bietet ihnen an, ihn auf seinen Reisen durch Raum und Zeit zu begleiten und ihnen die volle Pracht des Alls zu zeigen.

Auch diese Reisen werden oft von Gefahren begleitet, allerdings nehmen die Reisebegleiter diese in Kauf, um noch weiter mit dem Doctor umherzureisen. Würde ich persönlich mit dem Doctor reisen, wenn sich mir die Möglichkeit bieten würde, obwohl ich weiß, dass zahlreiche Gefahren auf mich warten? Aber sicher!

Das Fernweh nach den Sternen ist gelindert…

Diese und weitere Serien faszinieren mich und dienen als willkommene Ablenkung vom Fernweh nach den Sternen. Sie helfen mir dabei mich auf das zu konzentrieren, was im Rahmen des Möglichen liegt, nämlich unseren wunderschönen Planeten Erde zu entdecken, in all seiner Diversität. Hast auch du Fernweh nach den Sternen? Liebst auch du Science-Fiction und kannst Literatur oder Filme und Serien empfehlen, die dabei helfen das Fernweh zu lindern? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen.

Wie ich mit dem „normalen“ Fernweh umgehe und was ich tue, um es zu lindern, erfahrt ihr hier auf diesem Blog. Also immer fleißig weiterlesen und Tipps holen, dann geht es auch euch bald merklich besser. Was hilft dir bei Fernweh?