Diesen Sommer bin ich viel unterwegs und lerne ständig neue Leute kennen. Das ist einer der Gründe, warum ich so gerne verreise. Ein anderer ist, wie ihr ja bestimmt selber wisst, um dem Fernweh entgegenzuwirken. Man weiß nie genau, was einen erwartet. Diesmal haben mich Katharinas Mutter und Bruder, Elke und Nico, in den Urlaub ans Schwarze Meer nach Bulgarien eingeladen. Ich dachte nach den Kletterausflügen in der Schweiz und Griechenland, dem Sightseeing in Ungarn und den atemberaubenden Wanderungen in Österreich, dass ich mich diesmal am Pool auf die faulen Federn legen kann, aber nichts da.

Kurzreise Bulgarien: Das geht immer!

Immerhin konnte ich mich auf der Hinreise noch etwas erholen, denn Nico hat mir einen Platz im Flugzeug frei gehalten. Ich habe die beiden am Abfluggate am Leipziger Flughafen getroffen und dann ging es auch schon los. Hoch hinaus, über die Wolken, genau so, wie ich es liebe. Allerdings liebe ich es noch mehr, wenn ich selber fliegen kann. Die Anreise mit dem Flugzeug ist aber auch mal eine ganz nette Abwechslung. Die Stewardessen waren sehr freundlich und haben mir sogar einen Tomatensaft serviert. Dazu gab es ein leckeres Sandwich.

Flughafen

Wir flogen bis nach Varna und sind dann noch knapp eine Stunde mit dem Bus weiter nach Albena im Nordosten von Bulgarien gefahren. Unser Hotel, das Ralitsa Superior, lag knapp 1,5 Kilometer vom Strand entfernt. Das Zimmer sowie der Rest vom Hotel waren sehr schick und der Blick vom Balkon hat in mir ein ganz wohliges Gefühl ausgelöst. So viele grüne Bäume. Da konnte ich einfach nicht anders und habe mein Nest in einem der Bäume direkt neben dem Balkon von Elke und Nico eingerichtet. Die beiden haben zwar erst einmal komisch geguckt, als ich das Hotelbett dankend ablehnte, aber dann haben sie ganz schnell Verständnis gezeigt.

Hotel

Ahhh, der Pool! Die perfekte Abkühlung, wenn man sich einige Zeit lang die Sonne auf die Federn hat brennen lassen. Dazu ein kühles Radler (manche nennen es auch Alsterwasser 😉 ) und die Welt ist in Ordnung. Die heißen Temperaturen bin ich ja zum Glück aus meiner Heimat Jamaika gewöhnt, ansonsten hätte ich mir hier wahrscheinlich voll den Schnabel verbrannt. Aber zur Not hatte Elke ja auch noch Sonnenspray und hautberuhigendes Aprés Sun Spray mit dabei.

Pool

Am nächsten Tag haben wir uns dann endlich ans Schwarze Meer begeben. Da war wirklich viel los – zahlreiche Sonnenanbeter, Sandburgenbauer und Wasserratten tummelten sich am Strand. Nico fragte irgendwann, ob ich ihm dabei assistieren würde ein Loch in den Sand zu buddeln und diese Bitte konnte ich ihm einfach nicht verwehren. Was dann geschah, hatte ich wirklich nicht erwartet. Sobald es tief genug war, schubste Nico mich einfach in das Loch hinein und begann den Sand wieder aufzufüllen. Mein Kopf und ein Flügel guckten gerade noch heraus, der Rest saß fest im Sand. So ein freches Früchtchen! Jetzt weiß ich endlich, woher Katharina das hat. Ganze 10 Minuten hat er mich im Sand festgehalten, bevor er mich endlich wieder frei gebuddelt hat. Natürlich musste ich meine Federn dann erst einmal ordnungsgemäß im Meer säubern. Ich kann mich ja sonst nirgends blicken lassen.

Schwarzes Meer

Nach zwei entspannten Tagen wurde es schließlich ernst. Elke hatte eine Jeep Safari für uns drei gebucht und die hatte es wirklich in sich. Nur gut, dass ich kein Frühstücksmensch bin, denn das hätte ich unterwegs sicher wieder verloren. Die Jeeps fuhren quer durch das Gelände, ohne Rücksicht auf Steigungen und Neigungen der Straße, Kuhlen, Flussbetten oder Gestrüpp im Weg. Ich muss gestehen, mir ist tatsächlich etwas grün um den Schnabel geworden. Das war ein echtes Abenteuer, welches meinen Adrenalinspiegel definitiv mal wieder in die Höhe getrieben hat. Auch wenn ich während der Fahrt etwas gelitten habe, muss ich im Nachhinein doch zugeben, dass es riesigen Spaß gemacht hat. Ob ich das Ganze nochmal mitmachen würde? Aber sicher! Nächstes Mal vielleicht eine Wüstensafari in Dubai!? 😉

Jeep Safari

Nach der aufregenden Jeep Safari mussten wir uns erst einmal stärken, allerdings brauchte mein Magen eine Weile, bis er sich beruhigt hatte. Danach gab es für mich dann kalte Wassermelonenstückchen und ein kühles bulgarisches Bier. In der Nähe des Restaurants, in dem wir gegessen haben gab es eine kleine Quelle. Nico dachte wohl, es wäre lustig und hat mich erst einmal auf die Steine über der Quelle gesetzt und ein Foto von mir gemacht, was mich nun in einer ziemlich „kompromittierenden“ Situation zeigt. Zum Glück bin ich ein lustiges Kerlchen und machen jeglichen Spaß mit. 😉

Unterwegs

Spaß hatte ich vor allem auch beim Tanzen zu der bulgarischen Folklore Musik. Während viele unserer Mitreisenden zusammen tanzten, habe ich für mich alleine getanzt. Ja, diesmal muss ich Nico tatsächlich loben, denn er hat ein tolles Video von mir gedreht, welches ich euch jetzt zeigen kann. Die Stimmung war wirklich der Hammer. Aber seht doch einfach selbst…

 

Fazit: Ich danke Nico und Elke von ganzem Herzen für die Einladung und die tollen Erlebnisse in Bulgarien. Das Schwarze Meer ist wirklich toll. Auch wenn Nico ab und zu seine freche Seite hat raushängen lassen, ist er im Grunde doch ein echt cooler Typ, mit dem man verdammt viel Spaß haben kann. Wenn auch du Lust bekommen hast mich einmal kennenzulernen und mir zu zeigen, was man unter Spaß versteht, dann hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar. Dann bekomme ich ganz sicher so schnell kein Fernweh mehr und der Sommer ist ja auch noch längst nicht vorbei.