Weee wish you a merry Christmas, jingle bells, jingle bells, Rudolph the red … Aaaaaarrgghh! Wenn ich nur noch eines dieser vermeintlich fröhlichen Weihnachtslieder hören muss, dann drehe ich durch! Habt ihr das auch schon einmal erlebt? Dass euch Weihnachten so richtig auf die Nerven gegangen ist und ihr deshalb sogar einen Mord begehen würdet? Ja? Dann seid ihr bei mir genau richtig! 10 Gründe, warum der Weihnachtsmann sterben muss!

Ich habe einen Weihnachtsmann erschossen…

Wir begrüßen euch herzlich zum 17. Türchen des Blogger-Adventskalenders, müssen aber gleich vorab sagen, dass wir mit dem Weihnachtsmann auf Kriegsfuß stehen. Warum? Seht selbst…

Blogger-Adventskalender

Der Blogger-Adventskalender 2015

Nur zur Erinnerung: Hier gehts zum Blogger-Adventskalender 2015

Nein, ich bin nicht der Grinch und ich habe so im Allgemeinen auch nichts gegen den Weihnachtsmann per se. Er geht mir nur ab einem gewissen Grad unheimlich auf die Nerven. So wie vergangenen Samstag. Ich bin vielleicht selber schuld. Wie konnte ich nur auf die wahnwitzige Idee kommen, meine Weihnachtsgeschenke in einem Shoppingcenter zu besorgen? Warum benehme ich mich nicht zivilisiert und bestelle alles online?

„Memo an mich: Nächstes Jahr ist Amazon mein bester Freund.“

Egal, Katharina und ich machten uns auf den Weg zum Geschenkeshoppen und obwohl ich bereits vom Schlimmsten ausgegangen war, wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Die Weihnachtswunderhölle brach über uns herein und anders als Katharina, die selbst solche Extremsituationen mit der Ruhe eines Zen-Meisters über sich ergehenlassen kann, stiegen bei mir der Puls und der Adrenalinspiegel gleichermaßen. Meine Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt und mir fiel wieder ein, was ich an Weihnachten nicht mag und wieso ich genau deshalb vor langer Zeit einen Weihnachtsmann erschossen habe – doch dazu später mehr.

10 Gründe, warum Weihnachten echt ätzend sein kann:

  1. Ich bin keine 160 Zentimeter lang. Was das bedeutet, wird mir im überfüllten Einkaufszentrum wieder schmerzlich bewusst. Ich werde überrannt, angerempelt, getreten und geschubst und ich kann mich selbst mit größter Anstrengung am Schnäppchentisch nicht gegen diese wildgewordenen Hühnerhaufen durchsetzen.
  2. Wenn ich noch ein einziges Mal im Radio „Last Christmas“, die Mutter der nervtötenden Weihnachtslieder, hören muss, dann platzen mir die Ohren.
  3. Geschenke über Geschenke und nichts als Geschenke. Selbst an Nikolaus gibt es so viele Geschenke, dass ich überhaupt nicht mehr erkennen kann, wo der Fußboden unter all dem Papier sein soll. Was soll das denn mit den Werten von Weihnachten zu tun haben?
  4. Die Schokoweihnachtsmannparade. Ohne Quatsch, im vergangenen Jahr haben sich bei uns unfassbare 32 Schokoweihnachtsmänner angesammelt. Etwa gegen Ostern ließ mein schlechtes Gewissen nach und ich konnte es endlich über mich bringen, sie zu entsorgen.
  5. Wo wir gerade bei Süßkram sind. Weihnachten macht fett! Da hat man sich den ganzen Sommer abgequält, um in den Bikini zu passen und dann lauern an jeder Ecke Plätzchen, Glühwein, Klöße und Braten.
  6. Der Mitmach-Zwang. „Was? Du hast noch keine Plätzchen gebacken?“ Wenn ich noch einmal schief angeguckt werde, weil ich noch keine Vanillekipferl oder Kokosmakronen gezaubert habe, dann wird in diesem Jahr nicht nur der Weihnachtsmann erschossen.
  7. Der Gute-Laune-Tacker. Wieso rennen jetzt alle so rum, als hätte ihnen jemand die Mundwinkel nach oben getackert? Ja, es ist Weihnachten, schön. Trotzdem gibt es auf der Welt Tod, Elend und Verderben. Kein Grund rumzurennen, wie Mickey Mouse.
  8. 3 Haselnüsse… Ich hab ja auch gerne Aschenbrödel geguckt, ehrlich gesagt war sie sogar mein Lieblingsaschenputtel aus allen Varianten, die es so gibt. Aber ernsthaft jetzt, muss der Film 14 Mal pro Saison laufen? Liebe TV-Sender, stellt man euch zu Weihnachten wirklich nur einen Film zur Verfügung?
  9. Wann kommt ihr?“ Ja, Weihnachten ist die Zeit, in der man sich der Familie und den engsten Freunden widmet. Nur was tun, wenn man eine Großfamilie mit diversen Großeltern und noch viel mehr Urgroßeltern hat? Wohin zu erst? Am Ende ist es ein Gehetze und Gerenne ohnegleichen und alles nur, damit auch jeder ein Stück abbekommt. Mit Besinnlichkeit hat das doch echt nichts zu tun.
  10. Warst du auch artig?“ Weihnachtsmann, wir reden jetzt Tacheles. Ich bin 28, ich MUSS nicht mehr artig sein. Ich muss dir auch kein Lied singen und erst recht kein Gedicht aufsagen. Also geh bitte jemand anderem auf die Nerven!

Diese und ähnliche Gedanken sind mir in so mancher Vorweihnachtszeit gekommen, vor allem in der Zeit der Pubertät.

In einem Jahr, ich muss ungefähr 15 gewesen sein, da ging mir Mr. Rauschebart so sehr auf die Nerven, dass ich es ihm heimzahlen wollte und so hatte ich, statt einem einfachen Lied, etwas ganz besonderes für ihn vorbereitet. Leider gibt es von meiner Tat keine Videoaufnahmen. Doch erfreulicher Weise waren andere vor mir bereits genauso mordlustig.

Und so wird der Weihnachtsmann erschossen:

Das geniale Stück stammt übrigens von Schwarze Grütze, absolut zu empfehlen! Weil der Text einfach so wunderbar zum Nachsingen ist, habe ich ihn am Ende des Beitrags noch einmal angehangen.

In dieser Stimmung fand mich Katharina unter einem Berg von Einkaufstüten, missmutig gelaunt, auf einer Bank im Shoppingcenter sitzen. Ich sinnierte schon darüber, ob es wohl der diesjährige Weihnachtsmann überleben würde, da holte Katharina mit der Gelassenheit einer Buddha-Statue die Wunderwaffe hervor und sagte zu mir:

„Entspann dich, iss Schoki!“

In dem Moment, als sich die Schokolade auf meiner Zunge auflöste, hellte sich meine Stimmung dramatisch auf. Vielleicht wurde es nach diesem Marathon auch einfach nur höchste Zeit, dass mein Blutzuckerspiegel wieder gepusht wird. Doch dann fiel mir etwas wichtiges wieder ein und es breitete sich ein seeliges und ruhiges Schoko-Lächeln auf meinem wutverzerrten Gesicht aus.

10 Gründe, warum Weihnachten echt zauberhaft sein kann:

  1. Ich liebe, liebe, liebe Schokolade. Auch wenn ich es im Frühjahr sicher bereuen werde, finde ich es herrlich, dass man in der Adventszeit so viele tolle Leckereien probieren kann.
  2. Ich backe immer Plätzchen! Sicher, es ist in den letzten Jahren stressiger geworden. Aber jetzt, mit Kleinkind im Haus, macht es erst recht wieder riesen großen Spaß.
  3. Der Tannenbaum-Duft. Der Geruch von echten Tannennadeln, übrigens ganz und gar nicht mit dem zu verwechseln, was uns Duftbäumchen für das Auto weißmachen wollen, erinnert mich an tiefe, dunkle Wälder und könnte von mir aus das ganze Jahr in Mode sein.
  4. Verschenken ist klasse. Ja, ich weiß. Man soll doch nicht so viel schenken. Aber ich liebe es, schöne Dinge zu verschenken und am allerliebsten mache ich Geschenke selbst, gerne auch in der Küche. Die fröhlichen Gesichter zu sehen, wenn sie ihre Päckchen öffnen, ist mir viel wichtiger, als selbst irgendwas zu bekommen.
  5. Die Heimlichkeit. Zu Weihnachten darf man heimlig sein. Das ist großartig und eine wunderbare Inspirationsquelle für tolle Geschichten und neue Ideen.
  6. Lichterglanz. Die Städte putzen sich heraus und auch in den Fenstern sehen wir Schwippbögen und Lichterketten. Die ganze Welt taucht in dieses magische Licht, das es nur zu Weihnachten gibt.
  7. Das Zusammenrücken. Es ist eigentlich traurig, dass wir manchen Menschen nur in der Adventszeit mal etwas näher kommen. So wie dem freundlichen Rentnerpaar von nebenan, das uns zum Nikolaus die süße Schokoladentüte in den Schuh gesteckt hat. Doch wir nutzen diese Momente, um Zuzuhören und uns kennenzulernen.
  8. Klöße, Klöße, Klöße! Ich verzichte freiwillig auf jeden Gänsebraten, wenn ich nur stattdessen die Klöße bekommen kann. Ich liebe Klöße – eigentlich das ganze Jahr. Aber an Weihnachten darf man ganz ungeniert auch mal 3 oder 4 oder 5 davon essen.
  9. Traditionen und Erinnerungen bewahren. Wir öffnen das Kalendertürchen, zünden die Kerzen an, singen Weihnachtslieder und geben das, was wir aus der Kindheit mitgenommen haben, an die nächste Generation weiter. Es wäre gelogen, würde ich behaupten, dass meine Augen dabei nicht genauso leuchten, wie die der Kinder.
  10. Die Familie. Egal wieviele Großeltern und Urgroßeltern es sind. Es sind unsere. Und sie sind alle noch da! Wer weiß, wie lange das noch so sein wird. Aber die Jahre, die wir noch zusammen Weihnachten feiern, zusammen essen, spielen und lachen können, nehmen wir es gern in Kauf, von Station zu Station zu fahren. Wen interessiert es schon, dass es dann eben nicht immer ruhig und besinnlich zugeht? Irgendwann wird eine Zeit kommen, in der es zu ruhig wird. Viel zu ruhig.

Ich hoffe, euch haben unsere Gedanken zum Weihnachtsfest anlässlich des 17. Türchens für den Blogger-Adventskalender  gefallen und ihr könnt auch etwas entspannter den bevorstehenden Feiertagen begegnen. Wenn auch mit einem Augenzwinkern 🙂

Da Schokolade so eine wohltuende Wirkung hat, verlosen wir an euch eine Tasse heiße Schokolade. Einfach fix einen Kommentar hinterlassen (bis 23.59 Uhr, 17.12.15) und schon seid ihr dabei!

Heiße Schokolade

Diese Tasse, gefüllt mit heißer Schokolade, gewinnen!

Natürlich wollen wir euch den Songtext vom erschossenen Weihnachtsmann nicht vorenthalten.

Ich habe einen Weihnachtsmann erschossen: Songtext

Das lustige Weihnachtsmannlied

Ich habe einen Weihnachtsmann erschossen
Mit weißem Bart und purpurrotem Kleid,
Jedoch betone ich bis heute unverdrossen,
Das mit dem Weihnachtsmann, das tut mir wirklich leid.

Warum haben mich die Eltern auch gepeinigt?
Mir Angst vorm bitterbösen Weihnachtsmann gemacht?
Er hat im Traume mich gevierteilt und gesteinigt,
Und seit dem Nikolaustag schlief ich keine Nacht.
Wie zum Schafott führte mich Mutter dann zum Christbaum,
Und hat mir nochmals mit dem Weihnachtsmann gedroht.
Ich schwor mit Zittern, nein ich werd nie wieder Mist baun.
Doch als es plötzlich draußen klopfte, sah ich rot.

Ich habe einen Weihnachtsmann …

Warum haben mich die Eltern auch gepeinigt?
Mir Angst vorm bitterbösen Weihnachtsmann gemacht?
Ich hab mit Mutti gleich den Riesenfleck bereinigt,
Wir haben Papi in den Goldfischteich gebracht.
Ein Jahr später wollt mein neuer Papa nett sein,
Und Muttis Warnungen verwarf er ungestüm.
Er schloss sich Heiligabend heimlich ins Klosett ein
Doch leider kam er dann im Weihnachtsmannkostüm.

Und da hab ich einen Weihnachtsmann erschossen
Er war kreideweiß mit purpurrotem Bart
Jedoch betone ich bis heute unverdrossen,
Das mit dem Weihnachtsmann ist sonst nicht meine Art.

Warum haben mich die Eltern auch gepeinigt?
Mir Angst vorm bitterbösen Weihnachtsmann gemacht?
Im Goldfischteich sieht man den Goldfisch vor Gebein nicht,
Dem armen Tier wirds eng nach jeder heilgen Nacht.
Drum ist es klar, dass ich jetzt Weihnachtsmänner meide,
Doch gibts nen Anlass, wo sichs nicht vermeiden lässt.
Ich tu sonst wirklich keiner Fliege was zu leide,
Es ist mir peinlich, doch ich freu mich schon aufs Fest.

Ja und dann wird wieder ein Weihnachtsmann erschossen.
Es tut mir leid, doch wenn ich rot seh, seh ich rot.
Mein Goldfisch winkt mir schon verzweifelt mit den Flossen.
Er ist seit letztem Jahr von Aussterben bedroht.

Denn schließlich hab ich schon manch Weihnachtsmann erschossen.
Doch Weihnachtsmänner sterben Gott sei Dank nie aus.
Und manchmal habe ich es wirklich schon genossen
Ich zieh zum Winter an den Baggersee hinaus.

Ja und dann können 1000 Weihnachtsmänner sterben.
Und auch der Baggersee wird eines Tags zu klein
Ich lass mir sicher nicht den Weihnachtsspaß verderben
Vor mir aus könnt das ganze Jahr, es könnt das ganze Jahr…
Es könnt das ganze Jahr Weihnachten sein!

Kommentar abgeben und gewinnen

Wir verlosen unter allen Kommentatoren eine heiße Pinguintasse Schokolade! Einfach losschreiben und gewinnen. Ihr habt bis 23.59 Uhr des 17. Dezembers 2015 Zeit. Viel Glück!