Reisen gehört für viele zu den erstrebenswertesten Zielen im Leben. Allerdings ist jede Reise auch mit Kosten verbunden. Welche Reisearten gibt es, die grundsätzlich etwas günstiger ausfallen und wie setzen Möglichkeiten um, für weniger Geld zu reisen. Wir haben vier Varianten getestet und stellen euch diese vor.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Beitragsreihe. In den letzten Beiträgen haben wir geklärt, wie du sinnvoll und effektiv für deine Reise sparen kannst und wie du deine Ersparnisse am besten aufbewahrst. In diesem Artikel widmen wir uns gemeinsam der Frage, wie du bei deiner Traumreise noch etwas an der Preisschraube drehen kannst.

4 Möglichkeiten, um günstiger zu reisen

Die eigene Traumreise vor Augen zu haben, ist eine großartige Motivation, seine Sparziele auch wirklich durchzuziehen und am Ball zu bleiben. Wir wissen ja, dass große Reiseträume auch mit einem gewissen Kostenfaktor verbunden sind. Deshalb kann es nicht schaden, sich Gedanken darüber zu machen, an welcher Stelle eventuell Einsparungen gemacht werden könnten.

Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, Reiseangebote miteinander zu vergleichen, Vergleichsportale gibt es online zu Genüge. Doch darum soll es jetzt nicht gehen. Es gibt noch ein paar andere Varianten, die Traumreise etwas preiswerter zu gestalten.

Hinweis: Wenn deine Traumreise eine super Luxusreise im 7-Sterne-Hotel mit First-Class-Flügen sein soll, dann ist das so. Lass dich davon nicht abbringen. 🙂

Kommen wir nun zu den vier Varianten, die ich allesamt getestet habe.

Variante 1: Weltweite Kontakte – Urlaub bei Freunden

Nehmen wir an, du träumst davon, nach Australien zu reisen um dort Kängurus aus nächster Nähe zu sehen, den weltbekannten roten Felsen Uluru (Ayers Rock) zu besuchen und den Spuren der Aborigines zu folgen. Deine Unterkunft soll in Sydney sein, denn dort gibt es die meisten Sehenswürdigkeiten, die dich brennend interessieren. Außerdem hat dir dein Freund Ben aus Australien schon so viel über die berühmteste Stadt des Kontinents erzählt. Ben lebt in Australien und du freust dich auch darauf, ihn dort endlich mal besuchen zu können.

Moment? Du hast bereits persönliche Kontakte nach Australien? Dann nutze sie und verbringe deine Traumreise bei Freunden. Doch wie gehen wir das an und was gibt es dabei zu beachten?

Aktiviere dein Netzwerk

Im Laufe unseres Lebens lernen wir alle viele Leute kennen. Die einen mehr, die anderen weniger. Und oft ist es so, dass man nicht alle Freunde im selben Ort zu hocken hat. Spätestens nach der Schule oder nach der Uni zum Start ins Berufsleben ziehen sie hinaus in die Welt. Manchmal ist es so, dass dabei wertvolle Freundschaften auseinandergerissen werden. Aber genau diese Trennung ist auch eine wunderbare Chance, denn so ergeben sich zahlreiche super Reiseziele.

Wenn ich nur kurz darüber nachdenke, fallen mir mehrere Freunde ein, die auch über die deutschen Grenzen hinaus und auf der ganzen Welt verstreut sind. In Australien und in der Schweiz, in Frankreich, in Ungarn und in den USA. Das Netzwerk ist also vorhanden. Doch bevor wir unangekündigt bei irgendwem vor der Haustür stehen, sollten wir lieber gemeinsam an die Planung gehen und  fiese Fettnäpfchen vermeiden.

Vorteile des Urlaubs bei Freunden:

  • Einsparmöglichkeiten bei Unterkunft, wenn man bei den Freunden direkt untergebracht werden kann oder dieser tolle Tipps kennt, wo es günstige Reiseunterkünfte gibt
  • Den Reiseleiter gibt es gleich dazu, weil Einheimische immer die besten Insider und schönsten Sehenswürdigkeiten kennen, welche eben nicht in jedem Reiseführer stehen
  • Freunde im Ausland sind die perfekten Dolmetscher
  • Zeit mit Freunden verbringen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat

Reise bei Freunden gemeinsam planen

Es versteht sich von selbst, dass man, egal wie gut man befreundet ist, nicht einfach unangekündigt vor der Tür steht. Damit die Freude auf allen Seiten auch anhält und nicht in Frust übergeht, sollte der Rahmen für den Besuch unbedingt vorher abgesteckt werden.

Welche Erwartungen hat man an diese Reise? Sind Ausflüge geplant? Wie wird der Gastgeber mit einbezogen? Muss der Gastgeber in der Zeit arbeiten? Kann man direkt bei Freunden untergebracht werden oder kennen sie ein paar Geheimtipps für Hotels und Pensionen? Klärt diese Fragen vorher, dann kann es auch ganz entspannt losgehen.

Zusammenfassung: Welche Fragen müssen unbedingt vorab geklärt werden:

  • Ist den Freunden der Besuch auch recht?
  • Wie könnte die Unterbringung aussehen?
  • Wie sind die Bedingungen vor Ort? (Gibt es z.B. Mitbewohner, die ebenfalls gefragt werden sollten?)
  • Welcher Zeitraum ist betroffen?
  • Sind gemeinsame Aktivitäten möglich und erwünscht?
  • Gäbe es ein Fahrzeug, das genutzt werden darf?
  • Wie kann man sich revanchieren?

Bei aller Freundschaft: Bewahrt die Zumutbarkeit

So schön und entspannt eine Reise zu den Freunden auch sein kann, achtet unbedingt auf die Zumutbarkeit. Es ist eigentlich unsinnig zu erwähnen, dass man schon vorher genau klären sollte, wer da alles kommt. Aber da ich es selbst schon so erlebt habe, erwähne ich es trotzdem: Klärt die Personenzahl!

Ich hatte einmal Freunde zu Gast und erwartete die Mutter mit einem Kind. Vor der Tür standen Mutter, Vater und zwei Kinder. Es war ein Missverständnis am Telefon, stellte uns aber trotzdem vor eine logistische Herausforderung, da unser Drei-Personen-Haushalt in einer Dreizimmerwohnung nun vier weitere Leute beherbergen sollte. Wir haben es zwar hinbekommen, doch wirklich entspannt liefen diese Urlaubstage für keinen ab.

Wenn du also bei Ben nachfragst, ob du ihn in Australien besuchen kannst, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass du deine zwei Kinder, deinen Partner und deine Katze mitbringen möchtest.

Urlaub bei Freunden allein oder mit der Familie?

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man allein eine Freundin besucht oder gleich mit Kind und Kegel anrückt. Das sollte man sich vorher unbedingt bewusst machen. Alternativ könnte man zum Beispiel auch in eine Pension oder in ein Hotel im Ort gehen. Deine Kontakte kennen sicher den einen oder anderen Geheimtipp, der nicht im Internet gefunden werden kann.

So wohnst du zwar nicht direkt bei deinen Freunden, Ausflüge, Abendgestaltung und Freizeitspaß können aber trotzdem zusammen gestaltet werden. Gerade bei längeren Aufenthalten würde ich das sogar bevorzugen.

Gib auch etwas zurück!

Wer seinen Urlaub bei Freunden macht, genießt einige Vorteile. Die Unterkunft ist (wenn nicht anders vereinbart) komplett gratis, ebenso Wasser und Strom, den perfekten Reiseleiter hat man auch umsonst. Höchste Zeit, etwas zurückzugeben. Der Kühlschrank sollte unbedingt gemeinsam gefüllt werden, deine Freunde sind nicht dazu da, dich durchzufüttern. Das gleiche gilt für die Sauberkeit und die anfallenden Hausarbeiten, schließlich sind wir eben nicht in einem Hotel. Hilf also beim Aufräumen – vor allem, wenn man mit Kindern zu Gast ist!

Mach den Abwasch, decke den Tisch, kocht für alle und lasst euer Zeug nicht überall herumliegen. Ich finde es auch wichtig, die Privatsphäre zu achten. Das ist natürlich auf engem Raum gar nicht so einfach. So manchen Ausflug kann man auch mal alleine machen, so hat der Gastgeber eine kleine Pause und kann sich wieder etwas freier in seinem Reich bewegen.

Man kann sich ebenso mit einer Einladung zum Essen bedanken, außerdem könntet ihr euch selbst als Gastgeber anbieten. Vielleicht ist Ben bisher noch nicht bei dir zuhause gewesen. 😉

Variante 2: Nutze das Couch-Netzwerk – Couchsurfing

Eine Reise bei Freunden ist eine coole Sache und sicher auch eine Möglichkeit, die Traumreise etwas günstiger zu gestalten. Doch ist nun nicht jeder damit gesegnet, Freunde rund um den Globus zu haben oder vielleicht nicht gerade dort, wo dich deine Traumreise hinführen soll. 

Wer dennoch dazu bereit ist, bei der Art der Unterkunft Abstriche zu machen, auf ein Hotel verzichten kann und es zu schätzen weiß, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, der sollte sich unbedingt mit dem Konzept Couchsurfing vertraut machen.

Ganz klar, die Idee des Couchsurfings ist inzwischen nicht mehr die jüngste. Doch sie hatte einen enormen Einfluss auf mein Reiseverhalten und auf meine Art auf neue Menschen, Kulturen und auch mit ungewohnten Lebenssituationen umzugehen. Außerdem wette ich mit dir, dass auch der Erfinder des Couchsurfings Veit Kühne nicht damit gerechnet hat, einen derartigen Reisetrend ins Leben gerufen zu haben. Hier ein kleiner Exkurs in die Welt des Couchsurfings.

Couchsurfing – Was ist das überhaupt?

Insbesondere in Studentenkreisen ist diese spannende Form der Individualreise weit verbreitet. Warum ausgerechnet Studenten so häufig zu Couchsurfern werden? Weil sie zwar die Zeit aber nicht das Geld für kostspielige Reisen haben. Allerdings gibt es für das Couchsurfing keine Altersbegrenzung. Jeder kann mitmachen und sich daran beteiligen.

Couchsurfer schlafen nicht in Hotels oder Pensionen, auch keine Hostels oder Herbergen kommen in Frage. Ein Couchsurfer übernachtet auf der Couch eines anderen Couchsurfers. Den Kontakt stellt man über eine Plattform im Internet her. Die bekannteste darunter ist Couchsurfing.com. Darüber entdeckt man die sogenannten “Hosts”, also eben jene Couchsurfer, die ihre Sofas zur Verfügung stellen, und man kann bei ihnen für die Zeit des Aufenthalts übernachten.

Was kostet Couchsurfing und welche Gegenleistung wird erwartet?

Keine! Der Urgedanke des Couchsurfings ist nicht kommerziell. Ganz im Gegenteil. Die Hosts verlangen kein Geld oder andere Gegenleistungen für ihre Couch. Es geht einzig darum, die Welt und neue Menschen kennenlernen zu können. Der Community-Gedanke zählt. Zugegeben, als ich vor Jahren zum ersten Mal davon gehört habe, war ich sehr skeptisch.

Welcher Mensch bietet einem Wildfremden schon einfach so sein Sofa zum Schlafen an? Aber es gibt sie und zwar nicht wenige. Inzwischen sind Millionen begeisterte Couchsurfer auf diversen Plattformen registriert.

Übrigens muss man dafür nicht im Gegenzug seine eigene Couch zur Verfügung stellen. Ich habe damals nicht alleine gewohnt und hätte auch gar nicht die Möglichkeit gehabt, mein Sofa anzubieten. Doch wenn jemand Interesse hatte, sich Leipzig anzuschauen, dann habe mich gerne auf einen Kaffee getroffen und ein paar Insider-Tipps gegeben, wo man in meiner Stadt gut essen gehen kann. Du entscheidest selbst, ob und wie du dich einbringen möchtest.

Wer hat Couchsurfing erfunden?

Die Frage, wer der Erfinder vom Couchsurfing ist, wurde lange Zeit kontrovers diskutiert. Der Gründer der Plattform Couchsurfing.com ist Casey Fenton, er hat sein Gastfreundschaftsnetzwerk 2003 ins Leben gerufen. Doch der Urvater des Couchsurfing ist jemand anderes: der Koblenzer Veit Kühne.

Er gründete den Hospitality Club bereits im Jahre 2000. Inzwischen ist die Idee also schon lange nicht mehr neu und hat in den vergangenen Jahrzehnten auch schon die eine oder andere Schlagzeile gemacht.

Gibt es Couchsurfing weltweit?

Kaum zu glauben, aber ja. Es ist schon erstaunlich, wo Gastgeber überall ihre Sofas für Gäste anbieten. Sogar am Nordpol stellt jemand seine Unterkunft zur Verfügung. Die Chancen, dass dein Traumreiseziel also dabei ist, stehen gar nicht so schlecht.

Ist Couchsurfing sicher?

Diese Frage beschäftigt viele, vor allem diejenigen, die es noch nie gemacht haben. Das ist verständlich. Schließlich weiß man ja nicht, wer sich hinter der Tür verbirgt. Wenn Couchsurfing mal in den Medien ist, dann mit den absoluten Horrorszenarien á la Bild-Zeitung. Doch die zig Millionen positiven Erfahrungsberichte finden kaum Beachtung.

Die unterschiedlichen Plattformen bieten bereits einige Sicherheitsvorkehrungen, z.B. werden die Gastgeber von ihren Gästen bewertet. Ein Host, der bereits 399 positive Bewertungen hat, wird sich nicht beim 400. Gast in ein Kettensägen schwingendes Monster verwandeln. Einen tollen und verdammt witzigen Einblick in die Welt des Couchsurfings vermittelt auch der Autor Brian Thacker, der in seinem Buch „Couch Surfing – Eine abenteuerliche Reise um die Welt“ seine Erfahrungen dazu schildert.

Ich persönlich habe Couchsurfing mehrfach genutzt und verbinde damit nur positive Erinnerungen. Ich war sowohl alleine, als auch mit meinem Partner oder mit einer Freundin unterwegs und bin jedes Mal auf extrem aufgeschlossene, freundliche und sehr vertrauenswürdige Gastgeber gestoßen.

Man sollte an dieser Stelle ja nicht vergessen, dass man von wildfremden Leuten einen gewaltigen Vertrauensbonus erhält, immerhin lassen sie dich in ihre Wohnung. Nicht selten habe ich sogar den Haustürschlüssel und ein Fahrrad zur Verfügung gestellt bekommen.

Und seien wir mal ehrlich. Auch das 5-Sterne-Hotel garantiert keine absolute Sicherheit, es kann immer irgendwas passieren. Ob nun auf Reisen oder bei dir zuhause auf dem Weg zum Supermarkt. Ein bisschen Vertrauen in die Welt gehört gerade beim Reisen einfach dazu. Wer sich davor nicht verschließt, dem öffnen sich viele Türen – und manchmal steht hinter dieser Tür eine kuschelige Couch.

Variante 3: Reiseziele in der deiner Nähe

Diejenigen, die eine große Fernreise planen, können den folgenden Punkt jetzt getrost überspringen. Denn diese Möglichkeit betrifft vor allem all jene, die davon träumen, möglichst regelmäßig im Jahr verreisen können.

Ich selbst kenne das. Es gibt Lebensphasen, in denen es einfach sinnvoller und angenehmer ist, drei oder viermal im Jahr zu verreisen, statt eine große Reise zu machen.

Anreise verkürzen und eigene Fahrzeuge nutzen

Für mich hat es sich bewährt, nicht allzu weit in die Ferne zu schauen, sondern Reiseziele in meiner unmittelbaren Nähe zu suchen. Dies bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Erstens ist die Anreisezeit dadurch deutlich verkürzt und es droht kein Jetlag. Somit brauchst du auch keinen extra Tag einzuplanen, um dich von den Strapazen der Anreise zu erholen. Außerdem kann man viele Reiseziele in der Nähe mit dem eigenen Auto erreichen. Du sparst dir also die Ausgaben für einen teuren Mietwagen und bist immer mobil.

Wie gut kennst du deine Heimat?

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir oftmals unser eigenes Umfeld, unsere Heimat und unsere grenznahen Regionen konsequent unterschätzen. Deutschland gehört zu den beliebtesten Reiseländern der Welt und beherbergt Jahr für Jahr unzählige Touristen.

Unsere eigene Heimat hat so ziemlich alles zu bieten, wovon viele Weltenbummler träumen. Wir haben mit Meeren, Inseln, Gebirgen, Wäldern und Seenlandschaften ein breites Spektrum an landschaftlichen Besonderheiten. Es gibt großartige Ziele  für Sommerreisen und zahlreiche Wintersportregionen. Zudem bietet Deutschland einen enormen Reichtum an kulturellen Angeboten, an reizvollen Großstädten und eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur.

Besonders gut für Familien geeignet

Die Variante, mehrere Reisen auf das Jahr verteilt in der Nähe zu unternehmen, eignet sich vor allem für Familien mit sehr kleinen Kindern. Eine Flugreise ist für Babys und Kleinkinder schon eine große Herausforderung. Zeig deinen Kindern die Welt und fange dabei mit deiner eigenen an. Denn auch deine Heimatorte sind für Kinder noch komplett neu. Für sie ist die Mecklenburgische Seenplatte genauso aufregend, wie der Michigansee in den USA.

Variante 4: Preisfaktor Reisezeit – Vorteil Nebensaison

Wer bei der Art der Unterkunft keine Abstriche machen kann oder möchte, aber dennoch die Preisschraube etwas nach unten drehen will, der sollte die anvisierte Reisezeit noch einmal genau unter die Lupe nehmen.

Je länger die Reise, desto günstiger das Hotel

Zunächst einmal gilt: Je länger deine Reise dauert, desto günstiger ist die Unterkunft. So zahlst du für eine Woche im Hotel oftmals deutlich weniger, wenn du statt zwei Wochen gleich drei Wochen buchst. Es gibt häufig eine Art „Mengenrabatt“ pro Nacht. Dabei kann es nicht schaden, auch mal beim Hotel direkt nachzufragen, ob es eventuell eine Vergünstigung pro Nacht gibt, wenn man einen längeren Aufenthalt bei ihnen plant. Handeln ist erlaubt.

Entdecke die Nebensaison

Dein Reiseziel wird nicht von Regenzeiten, Monsunen oder Tornados heimgesucht? Warum dann nicht die Nebensaison nutzen? Dann zu reisen, wenn es alle tun, ist von Haus aus teurer, deshalb heißt es ja Hauptsaison.

Ich habe in den letzten Jahren die Nebensaison für mich entdeckt. Der finanzielle Aspekt stand dabei erst einmal gar nicht im Vordergrund, sondern die Ruhe. Beliebte Reiseziele zeichnen sich ja in der Regel durch eine Flut von Touristen aus – und wir sind ein Teil davon. Im Hochsommer auf den Eiffelturm zu wollen, kann da durchaus zum Spießroutenlauf werden. Aber im Januar ist da nicht ganz so viel los und die Aussicht über ein verschneites Paris ist genauso reizvoll.

Lange Wartezeiten fallen in  der Nebensaison meistens auch aus und viele Sehenswürdigkeiten können dann sogar günstiger besucht werden. 

Nachteile Nebensaison: So verlockend die Vorteile der Nebensaison sein mögen, sollten wir auch die Tücken berücksichtigen. Während in manchen Reiseregionen die Preise während der Nebensaison fallen, kann das woanders auch nach hinten losgehen. Viele Restaurants und Sehenswürdigkeiten sind nur in der Hauptsaison geöffnet. Wer zur falschen Reisezeit kommt, steht da gerne mal vor verschlossener Tür. Allerdings lassen sich solche Details prima vorab recherchieren, sodass es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt.

Welche Reiseart kommt für dich in Frage? Würdest du bei deiner Traumreise Abstriche machen, wenn du dadurch ein bisschen sparen könntest? Was hast du noch für Tipps an Gleichgesinnte? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen.

Photo by Chelsea London Phillips on Unsplash